Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

Life of Pi. USA 2012, 127 Min., dF, 35mm, Regie: ANG LEE
Buch: David Magee nach dem Roman von Yann Martel,
Kamera: Claudio Miranda, Musik: Mychael Danna
Mit: Suray Sharma, Gérard Depardieu, Tobey Maguire, Irrfan Khan, Adil Hussain


Der 17-jährige Inder Pi will zusammen mit seinen Eltern nach Amerika auswandern. An Bord des Frachters, der sie in die neue Welt bringen soll, sind auch mehrere Tiere aus dem Zoo, den die Familie in Indien besaß. Das Schiff gerät in Seenot und sinkt. Nur Pi und der bengalische Tiger mit dem schönen Namen Richard Parker können sich wie durch ein Wunder retten. Gemeinsam auf engstem Raum in einem Rettungsboot treiben sie monatelang auf dem Meer. Pi und der gefährliche Tiger lernen miteinander auszukommen.

Der Roman galt lange als unverfilmbar. Statt turbulenter Abenteuer handelt das Buch von religiöser Sinnsuche. Gerade dies hat Regisseur Ang Lee gereizt. Er möchte zeigen, wie Pi seine eigenen Ansichten über die menschliche Natur und den Glauben entwickelt. Dabei schafft Ang Lee Szenarien, wie man sie im Kino noch nicht gesehen hat. Fliegende Fische regnen in allen Farben über die Leinwand. Ein Wal taucht aus den Tiefen des Meeres auf und reitet über die Wellen. Neonfarbene Papageien flattern durch eine Voliere. Prächtige Kostüme – und für die Komik sorgt Gérard Depardieu mit einem Gastauftritt als böser Schiffskoch. Magisches Kino! (ndr.de/kultur)